PFLOPF

Pflanzenschutzoptimierung mit Precision Farming

Allgemeine Teilnahmebedingungen

Das Projekt ist offen für Betriebe aus den Kantonen Aargau, Thurgau und Zürich, die folgende Bedingungen erfüllen:

  • ÖLN-Betrieb (ohne Bio-Betriebe, da der Projektschwerpunkt auf der Optimierung und Reduktion des Einsatzes chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel liegt)
  • Mindestteilnahmefläche Acker 10 ha, Gemüse 10 ha, Obst 2 ha, Reben 2 ha. Mischbetriebe können mit allen Anbaurichtungen teilnehmen, in denen sie die Mindestteilnahmefläche erreichen
  • Verpflichtung zur Teilnahme für sechs Jahre (bei Teilnahme ab erstem Projektjahr 2019-24) bzw. fünf Jahre (bei Teilnahme ab zweitem Projektjahr 2019-24) und Absicht zur Weiterführung der Massnahmen für weitere zwei Jahre (2025-26)
  • Durchführung von mindestens zwei Massnahmen. Hinweis: Bei zu vielen Anmeldungen werden die Betriebe bevorzugt, die auch die besonders einsparungsstarke Massnahme 1 „Betriebsspezifische Prognosedaten und Behandlungsempfehlungen“ wählen.
  • Offenlegung von Informationen wie Maschinenaufzeichnungen, ÖLN-Aufzeichnungen der vergangenen und zukünftigen Jahre, effektiver PSM-Verbrauch
  • Bereitschaft, sich auf neue Technologien einzulassen und Zeit zu investieren für Aufzeichnungen, Einarbeitung in neue Technologien und Besuche der Workshops (Eine Teilnahme am Kickoff-Workshop und an den in der Region des teilnehmenden Betriebes stattfindenden Folge-Workshops ist  obligatorisch, die Teilnahme an den ausserregional stattfindenden Folge-Workshops ist fakultativ)
  • Bereitschaft zur engen Kooperation mit Beratung, Wirkungsmonitoring und wissenschaftlicher Begleitung
  • Freigabe der Datennutzung in anonymisierter Form für obige Zwecke sowie bei Agroscope Synops (Risikobewertung Pflanzenschutzmittel)  und bei Agroscope Nationale Bodenbeobachtung.
  • Ein teilweiser und vollständiger Ausstieg aus der Teilnahme ist jährlich möglich.

 

Zeitlicher Ablauf

Startphase 2019

  • bis Ende Januar 2019: Information von potentiellen Projektinteressierten über Veranstaltungen, Zeitschriften, Homepage
  • bis Mitte Februar 2019: Bewerbung im Sinne von Interessensbekundung über Internet
  • bis Ende Februar 2019: Vorauswahl der Betriebe durch Kantone nach Kriterien wie Produktionsintensität und dementsprechendes Pflanzenschutz-Einsparpotential, verfügbare kantonale Teilnahmeplätze in den einzelnen Massnahmen, Motivation für Teilnahme, verfügbares Budget.
  • bis Mitte März 2019: Kantonale Treffen mit Betrieben: Detailerläuterung Massnahmen und Umsetzung
  • bis Ende März 2019: Anmeldung für Massnahmen im Sinne von „Wunsch“
  • bis Mitte April 2019: Abgleich Massnahmenanmeldungen mit Budget
  • bis Ende Mai 2019: Vertragsabschluss mit Betrieben
  • sobald möglich nach Vertragsabschluss: Start Massnahmenumsetzung


Umsetzungsphase 2019-24

  • Massnahmenumsetzung mit Abgeltungsbeiträgen während sechs Jahren


Abschlussphase 2025-26

  • Freiwillige Weiterführung der Massnahmenumsetzung

 

Umsetzungskontrolle

Die Umsetzung der Massnahmen wird kontinuierlich während der Projektlaufzeit über das Wirkungsmonitoring beobachtet. Allfällige Schwierigkeiten bei der Umsetzung können so zeitnah angegangen werden – Ziel ist es immer, zusammen mit den teilnehmenden Betrieben rasch eine Lösung zu finden. Zusätzlich gibt es in den Projektjahren 3 (2021) und 6 (2024) eine Prüfung durch eine unabhängige Kontrollstelle. Bei Nichterfüllung der vertraglich vereinbarten Umsetzung kann folgende Vorgehensweise  zur Anwendung kommen:

1. Betrieb konnte Massnahme aus nachvollziehbaren Gründen (Witterung, technische Probleme) nicht durchführen und hat dies bei Rückbestätigung der angemeldeten Massnahmen angegeben

  • generell keine Sanktionen
  • wenn Betrieb über drei Jahre hinweg permanent nicht lösbare Probleme mit Umsetzung von Massnahmen hat, wird ihm Verzicht auf entsprechende Massnahme bzw. kompletter Rückzug aus Ressourcenprojekt nahegelegt.

 

2. Betrieb hat Massnahme nicht im entsprechenden Umfang durchgeführt und dies nicht gemeldet

  • beim ersten und zweiten Mal: Beitragsrückforderung in Höhe des Umfangs der nicht durchgeführten Massnahmen
  • beim dritten Mal: dito plus Ausschluss aus Ressourcenprojekt

 

3. Betrieb kooperiert nicht entsprechend Anforderungen in den Massnahmen

  • beim ersten Mal: Motivationsgespräch
  • beim zweiten Mal: Kein Beitrag für die entsprechende Massnahme und Motivationsgespräch
  • beim dritten Mal: Kein Beitrag für die entsprechende Massnahme und Ausschluss aus Ressourcenprojekt