PFLOPF

Pflanzenschutzoptimierung mit Precision Farming

Überblick Abgeltungsbeiträge für Massnahmenumsetzung

Den teilnehmenden Betrieben wird die Massnahmenumsetzung wie folgt abgegolten:

Grundbeiträge
Initialbeitrag im Jahr 1: 700 Fr für Teilnahme am Startworkshop und betriebliche Vorbereitungen
Grundbeitrag in den Jahren 1-6: 500 Fr für Teilnahme an Workshop und allgemeinen Zusatzaufwand für Dokumentation

Massnahmenbeiträge
Für die Umsetzung der Massnahmen werden flächenbezogene Beiträge (Ausnahme Massnahme 6: Übernahme Technologiekosten) bezahlt. Die Beiträge werden gewährt, wenn die Kontrollkriterien erfüllt sind.

Maximale Abgeltung
Die maximale Abgeltung pro Betrieb und Jahr liegt bei 13‘000 Fr. Betriebe können gegebenenfalls also nur für einen Teil ihrer Betriebsflächen Beiträge für die Massnahmenumsetzung bekommen. Seitens des Projektes wird es  aber ausdrücklich begrüsst, wenn die Betriebe die Massnahmen auf freiwilliger Basis auch auf ihren weiteren Flächen umsetzen.

 

Massnahme 1: Betriebsspezifische Prognosedaten und Behandlungsempfehlungen

Abgeltungsbeitrag für Betrieb

  • Ackerbau: 80 Fr/ha*Jahr, max. 1500 Fr/Betrieb*Jahr
  • Gemüsebau: 400 Fr/ha*Kultur, max. 3000 Fr/Betrieb*Jahr
  • Obstbau: 400 Fr/ha*Jahr, max. 1500 Fr/Betrieb*Jahr
  • Rebbau: 400 Fr/ha*Jahr, max. 1500 Fr/Betrieb*Jahr


Bedingungen

  • Anwendungsvorschlag des Prognosesystems, Behandlungsdokumentation und Rückmeldung der Befallssituation an kantonale Pflanzenschutzberatung liegen vor

 

Massnahme 2: Satellitenbasierte (GPS-) Lenksysteme zur Minimierung der Fahrgassenüberlappung

Abgeltungsbeitrag für Betriebe

  • 50 Fr/ha*Jahr Einsatzfläche
  • Beitragsgrenze: maximal 4000 Fr/Jahr (Maximum gilt auch in Verbindung mit Einsatz von Lenksystemen in Massnahme „Alternative Beikrautregulierung in Reihenkulturen“)


Bedingungen

  • Teilnehmende Betriebe haben Flächen unter Angabe der Schlagposition und Pflegearbeitsbreite angemeldet
  • Gerät ist auf Betrieb vorhanden oder Abrechnung von Dienstleister liegt vor
  • Abstand der Pflegefahrgassen im Ortholuftbild entspricht Arbeitsbreite Pflanzenschutz-Gerät

 

Massnahme 3: GPS-gesteuerte Pflanzenschutzgeräte

Abgeltungsbeitrag für Betriebe

  • 35 Fr/ha*Jahr Einsatzfläche = Summe Kosten Zusatzausstattung + zeitlicher Zusatzaufwand
  • Beitragsgrenze: maximal 2500 Fr/Jahr


Bedingungen

  • Teilnehmende Betriebe haben Flächen unter Angabe der Schlagposition und Pflegearbeitsbreite angemeldet
  • Gerät ist auf Betrieb vorhanden oder Abrechnung von Dienstleister liegt vor
  • Nachvollziehbare Applikationsdokumentation liegt vor

 

Massnahme 4: Bewuchsspezifische Applikation von Pflanzenschutzmitteln

Abgeltungsbeitrag für Betriebe

Acker- und Gemüsebau

  • 200 Fr/ha*Jahr
  • Beitragsgrenze max. 5‘000 Fr/Jahr

 

Obst- und Rebbau

  • 35 Fr/ha*Jahr Einsatzfläche
  • Beitragsgrenze max. 1‘000 Fr/Jahr

 

Bedingungen

  • Teilnehmende Betriebe haben Flächen unter Angabe der Schlagposition und Pflegearbeitsbreite angemeldet
  • Gerät ist auf Betrieb vorhanden oder Abrechnung von Dienstleister liegt vor
  • GPS-Maschinenaufzeichnungen bzw. anderweitig geeignete Aufzeichnungen über Einsatz

 

Massnahme 5: Sensorgesteuerte alternative Unkrautregulierung im Acker- und Gemüsebau

Abgeltungsbeitrag für Betriebe

1. Beitrag Hacken mit GPS-Lenksystem am Traktor

  • 50 Fr/ha*Jahr Einsatzfläche
  • Beitragsgrenze: maximal 4000 Fr/Jahr (Maximum gilt auch in Verbindung mit Einsatz von Lenksystemen in Massnahme „Reduktion der Fahrgasssenüberlappung“)


2. Beitrag sensorgesteuertes Hackgerät zwischen den Reihen

  • 100 Fr/ha*Jahr Einsatzfläche
  • Beitragsgrenze: maximal 4000 Fr/Jahr


3. Beitrag sensorgesteuertes Hackgerät innerhalb der Reihe

  • 300 Fr/ha*Jahr Einsatzfläche = Kosten Hackgerät
  • Beitragsgrenze: maximal 5‘000 Fr/Jahr


Bedingungen für alle Varianten

  • Flächen sind unter Angabe der Schlagposition angemeldet
  • Gerät ist auf Betrieb vorhanden oder Abrechnung von Dienstleister liegt vor
  • Nachvollziehbare Dokumentation liegt vor

 

Massnahme 6: Roboterbasierte alternative Beikrautregulierung im Obstbau und Rebbau

Abgeltungsbeitrag für Betriebe

  • Autonomie-Umrüstsatz inkl. Aufbau für projektweit 1 Fahrzeug
  • Nach Möglichkeit sollen mehrere räumlich zusammenliegende Betriebe das Fahrzeug nutzen
  • Betriebe müssen Trägerfahrzeug (z.B. Traktor, Raupe) und Anbaugeräte stellen


Bedingungen

  • Fahrzeug wird unter Begleitung des zuständigen landwirtschaftlichen Zentrums Arenenberg eingesetzt.

 

Massnahme 7: Drohneneinsatz im Reb- und Obstbau

Abgeltungsbeitrag für Betriebe

  • 250 Fr/ha*Applikation
  • 1‘500 Fr/ha*Jahr bei 6 Applikationen pro Jahr
  • max. 2'500 Fr/Betrieb*Jahr


Bedingungen

  • Gerät ist auf Betrieb vorhanden oder Abrechnung von Drohnen-Dienstleister liegt vor